Palmenhaus

ANNO: 
1870

Das heutige Palmenhaus ließ Alexander von der Pahlen in den 1870er Jahren erbauen. Es wurde 100 Jahre später vom Nationalpark Lahemaa gründlich renoviert.
Die letzte Erneuerung erhielt das Palmenhaus in den Jahren 2014 und 2015.

Aus der Geschichte des Hauses
Glaskästen zum Anbau von Zucker- und Wassermelonen sowie von frischen Salatköpfe gab es bereits Ende des 18. Jahrhunderts.
Das heutige Palmenhaus ließ Alexander von der Pahlen in den 1870er Jahren erbauen. Es wurde 100 Jahre später vom Nationalpark Lahemaa gründlich renoviert.
Die letzte Erneuerung erhielt das Palmenhaus in den Jahren 2014 und 2015.

Neuer Gartenbaustil – Gardenesque
Der Anbau exotischer Pflanzen war im 19. Jahrhundert besonders beliebt.
Zu dieser Zeit waren bereits mehr als 5000 verschiedene exotische Pflanzenarten aus ihren Ursprungsländern nach Europa gebracht worden.
Auch die Heizsysteme waren sehr viel weiter entwickelt und eine Technologie zur Herstellung von Tafelglas erfunden.
Für die exotischen Pflanzen wurden ziemlich neue und prächtige Gewächshäuser gebaut und es entstand ein neuer Gartenbaustil namens Gardenesque.
Neben der Pflanzenzucht wurden im Palmenhaus auch Besucher empfangen und die Geburtstage der Gutsherren und -bediensteten gefeiert.

Vom Pfirsich bis zur Ananas
In einem Flügel des Palmenhauses wuchsen Pfirsiche, in einem anderen Weintrauben und im mittleren Bereich Palmen-, Zitronen- und Lorbeerbäume und auf den Festtisch kamen bisweilen einheimische Ananas.
Ab Beginn der Kältezeit bis zur Ankunft des Frühlings war das Haus auch ein Heim für die Pflanzen, die im Sommer sonst auch draußen standen, wie Fuchsien, Oleander, Pelargonien und Agaven.

Die majestätische Königin der Nacht
Heute ist das Palmenhaus des Gutshofs Palmse das drittartenreichste seiner Art in Estland: hier wachsen über 130 verschiedene Pflanzenarten.
Im linken Flügel das Gebäudes erhebt sich der prächtige Mondkaktus oder auch Königin der Nacht, deren prachtvolle Blüten sich in der Zeit um Mittsommer herum öffnen.
Im mittleren Bereich sind die kanarischen Dattelpalmen ein echter Blickfang.

Rajatise ajalugu: 

Mitte kunagi varem pole eksootiliste taimede kasvatamine olnud nii populaarne kui 19. sajandil. Selleks ajaks oli asumaadest Euroopasse toodud juba enam kui 5000 erinevat eksootilist taimeliiki. Ka küttesüsteemid olid tublisti edasi arenenud ning leiutati tahvelklaasi tootmise tehnoloogia.
Eksootilistele taimedele ehitati üha uusi ja uhkemaid kasvuhooneid ning tekkis aiandusstiil, mida nimetati gardenesque.

Palmimaja ühes tiivas kasvatati virsikuid, teises viinamarju, keskmises osas palmi-, sidruni- ja loorberipuid ning pidulauale jõudsid ka kodumaised ananassid. Seal võeti vastu külalisi ja tähistati härrasrahva ja mõisateenijate sünnipäevi. Täna on Palmse mõisa palmimaja liigirikkuselt kolmandal kohal Eestis- siin kasvab üle 130 erineva taimeliigi.

Hoone vasakus tiivas kõrgub uhke kuukaktus ehk öökuninganna, mille suursugused õied jaanipäeva paiku avanevad, keskosas püüavad pilku kanaari datlipalmid.